Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, viele Konten mit Hilfe gefälschter E-Mails geplündert zu haben. Schadenssumme mehrere Hunderttausend Euro.
Die aus Deutschland, der Russischen Föderation und der Ukraine stammenden Tatverdächtigen spähten die Kontozugangsdaten und Transaktionsnummern mit Trojanern ein, die die Daten der Bankkunden abfingen und auf Server der Bande leiteten.
Millionenfach versendet wurden die Trojaner mit Hilfe E-Mail-Nachrichten, die z.B. als wichtige Mitteilungen der Deutschen Telekom AG, der eBay International AG, der 1&1 Internet AG, der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) sowie des BKA getarnt wurden. Sobald der Dateianhang einer E-Mail-Nachricht durch den Empfänger geöffnet wurde, erfolgte die Infizierung des betroffenen Rechners.
Zudem verbreiteten die Tatverdächtigen ihr Schadprogramm auch über manipulierte Webseiten; die Links zu diesen Webseiten wurden über sog. Botnetze verschickt. Bei einem Aufruf dieser Webseiten erfolgte die Infizierung durch Einschleusung des Trojaners auf den betroffenen Rechner.
Abgehoben wurde das Geld von den Konten wiederum von arglosen angeworbenen Arbeitssuchenden, die in selbstständiger Tätigkeit die Gelder erst auf ihr Konto, und dann unter Abzug einer Provision ins Ausland weitertransferieren mussten.
Erläuterungen:
Phishing Trojaner
geschrieben von B. Schradi am 13.09.2007 um 18:10 Uhr.
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